3. Behandlungskonzept

Allgemein formuliert wird dem Betroffenen vermittelt, dass die frustrierenden Erfahrungen des erwachsenen Patienten von seinen eigenen Erwartungen, Ängsten, Wünschen und Verhaltensweisen beeinflusst werden.
Das aktuelle Verhalten wird auf dem Hintergrund der Kindheit als Anpassung verständlich gemacht. Die Nachteile dieses Verhaltens werden aber in der gegenwärtigen Situation reflektiert und auf eine Veränderung hingewirkt. Stärken und Ressourcen werden herausgearbeitet.
Die Erfahrung eines zuverlässigen, klaren Rahmens in der Therapie mit transparenten Bedingungen, Möglichkeit zu genauen Rückmeldungen und Übungsfeldern für das eigene Verhalten fördert eine reifere Ich-Struktur.

Mein Konzept beruht auf einem tiefenpsychologischen Verständnis unbewusster psychischer Vorgänge. In der klinischen Praxis ist es schulenübergreifend an der interpersonellen Psychotherapie orientiert. Es wird mit dem Erstinterview, mit Übertragung und Gegenübertragung sowie mit dem Ende der 90er Jahre in Amerika von Lorna S. Benjamin entwickelten Konzept, welches bei Persönlichkeitsstörungen die Strukturale Analyse des sozialen Verhaltens (SASB) anwendet, gearbeitet. Die Therapie beginnt meist in Einzelsitzungen. Häufig wird dann mit Gruppentherapie (8 Patienten) kombiniert und in diese Körpertherapie (siehe Hakomi) integriert.
Bei süchtigem Verhalten wird dessen psychodynamische Funktion angesprochen und zur Aufgabe dieses Verhaltens motiviert.
 
1. Einführung - 2. Selbst-Beschreibungen