Voraussetzungen einer Einzeltherapie

Nach den Psychotherapie-Richtlinien in der Fassung vom 11.12.1998 kann jeder Kassenpatient zur Heilung einer seelischen Erkrankung, zur Besserung einer Krankheit oder zur beruflichen Anpassung eine Psychotherapie in Anspruch nehmen. Sie benötigen bei mir keinen Überweisungsschein, aber Ihre Chipkarte der Krankenkasse. Privatversicherte müssen sich bei ihrer Kasse erkundigen, wie die Regelungen für Psychotherapie im Vertrag lauten.

Ob der Psychotherapeut Psychologe oder ein psychotherapeutisch ausgebildeter Arzt ist, spielt weniger eine Rolle. Die Ausbildung der beiden Berufsgruppen unterscheidet sich im Hochschulstudium. Die eigentliche psychotherapeutische Ausbildung findet bei beiden erst nach dem Universitätsstudium an Instituten statt. Beide behandeln durch Einfühlen, Zuhören, und Reden. Beraten ist keine Form der Psychotherapie, weil sie meist bei seelischen Erkrankungen nicht hilft. Medikamente können von ärztlichen Psychotherapeuten nebenbei verordnet werden. Hirnveränderungen finden nicht nur durch Medikamente oder durch das Skalpell, sondern gerade bei seelischen Erkrankungen eher durch Worte, Gefühle und Bewältigen von Erfahrungen statt. Es ist also gut, wenn Sie mit Interesse an dem, was Sie selbst erlebt haben, zum Psychotherapeuten kommen.

Da Sie während einer Therapie mit dem Therapeuten jede Woche 50 Minuten zu tun haben, sollten Sie schauen, ob Sie mit ihm klar kommen. Dafür sind vor der eigentlichen Therapie 5 Probesitzungen möglich. Sie sollten Schwierigkeiten mit dem Therapeuten gleich zu Beginn besprechen. Ein Wechsel in der Zeit der Probesitzungen ist unkompliziert. Danach besteht Verbindlichkeit auf beiden Seiten. Natürlich gibt es manchmal besondere Situationen, die ein vorzeitiges Ende der Therapie erzwingen. Seit 2017 sollte jeder vor einer Psychotherapie eine Psychotherpeutische Sprechstunde besucht haben. Bei mir findet diese dienstags 9 bis 10 Uhr statt.